Wir über uns

Servus und Grüß Gott, liebe Leser, liebe Mucker!

»Erklärt ihr mir mal bitte, was es mit dem Begriff ›Mucke‹ auf sich hat!?«, »Schreibt man das nicht mit zwei ›g‹/mit zwei ›k‹?« Solche und ähnliche Zuschriften erreichen uns seit der Veröffentlichung der »Ur-Mucke« im April 2011 regelmäßig. Und weil wir möchten, dass Ihr uns versteht, möchten wir Aufklärungsarbeit leisten und euch unsere Gedankengänge, betreffend des Titels dieses schönen Magazins, sowohl aus dem Geburtsjahr 2011 als auch unsere heutigen, näherbringen.

Eine kleine Rückblende
Es muss sich Ende 2010 zugetragen haben, als die ersten konkreten Planungsgespräche zu »dieser neuen Blasmusikzeitschrift« stattfanden (nachdem die Idee dazu schon einige Zeit länger in einer Redaktionsschublade reifte). Das Konzept und die Rubriken standen also fest, ein paar Themen waren schon gefunden. Einen Arbeits- (und fast tatsächlichen) Titel für das böhmische Blasmusikbaby gab es auch schon – nämlich »bm heute«. Kurz klingen lassen… ja, ihr habt richtig gelesen. Es ist auch für uns kaum vorstellbar, dass die »Mucke« heute »böhmisch mährisch heute« heißen könnte. Und ich meine mich erinnern zu können, dass wir damals irgendwie schon überzeugt vom Produkt an sich waren – aber dieser Titel »bm heute«. . . hmm.

Ein nächtlicher Geistesblitz
Eines schönen Morgens kam der  Kollege Hommer fröhlich und frohlockend in die Redaktion hereinspaziert, bog ums Eck und blieb hinter mir stehen: »Hey Chris, mir ist heute Nacht was eingefallen. Wie wär’s, wenn wir’s einfach ›Mucke‹ nennen? Kennst du das Wort überhaupt?« Ich dachte kurz nach: »Ja geile Mucke halt, oder wie?« Der Kollege Hommer musste arg grinsen. Wir ließen noch zwei, drei Tage ins Land ziehen, um uns selber dran zu gewöhnen, bevor wir mit der Idee ins Chefbüro hineinspazierten. Aber irgendwie klang dieser Titel von Anfang an sehr harmonisch und wohlig in unseren ­Ohren: »MUCKE – Magazin für böhmische und mährische Blasmusik«.

Zugegeben: Im Gegensatz zu Martin kannte ich seinerzeit gar keine andere Schreibweise, als die mit »ck« in der Mitte – wahlweise coole, super oder geile ­Mucke eben. Für mich – damals wie heute – ein Begriff, den ich auf alle Arten von guter Musik anwenden kann. Darüber, dass sich »Mucke« irgendwann irgendwie vielleicht von »Mugge/n« (Musikalisches Gelegenheitsgeschäft, Musik gegen Geld) oder von »muck« (im Sinne von Dreck, Drecksarbeit) abgeleitet haben ­könnte, musste mir Martin erst mal erklären. »Noch viel zu lernen du hast!«, so ­seine abschließenden Worte nach ausführlicher Erläuterung.

Ein Blick zurück – und in die Zukunft
Damals wie heute möchten wir mit unserem Magazin den Blasmusiknerv dieser unserer Zeit treffen. Und darum »halten wir es beim Titel mit dem Jugendjargon«, so schrieb der Kollege Hommer einst im Editorial der »Mucke«-Sonderausgabe.

Die »Mucke« berichtet aus der Szene für die Szene dieser unserer Zeit, die über Jahrzehnte zu dem wurde, was sie heute ist: ein weitverzweigtes Konstrukt aus Traditionsorchestern und aufstrebenden Formationen, aus Konzerten, Festivals und Meisterschaften, aus Verlagen und Studios, aus multimedialen Verbreitungsangeboten und -möglichkeiten wie YouTube, Facebook & Co. Und natürlich – zuletzt genannt, aber nicht zuletzt – auch aus euch und Ihnen: den Blasmusikfans, den Konzertbesuchern, den Musikanten und den Lesern dieses Magazins. Und wir möchten mit der »Mucke« die traditionelle Blasmusikszene in die Zukunft begleiten, ohne dabei deren Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Es gilt, das Rad weiterzudrehen, das Feuer weiterzugeben, die Ventile geschmeidig zu halten. Das ist es, was wir uns auf die Fahnen geschrieben haben. Und daran arbeiten wir täglich.

Eine gute Zeit und stets eine gute »Mucke« wünschen wir euch und Ihnen

Christian Mayr und Martin Hommer